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Umsetzung der »Knotenpunktwegweisung« für Radwege startet

Mit Beginn des Jahres 2026 starten die Vorbereitungen zur Installation der „Knotenpunktwegweisung“ für Radwege im Landkreis Meißen. Zunächst wird die beauftragte Firma die Inhalte der Schilder erstellen und anpassen. Nach Druck und Produktion der Schilder erfolgt die Montage. Die Arbeiten werden dabei in Abschnitten – nach Kommunen geordnet – und wetterabhängig durchgeführt.

Verbundförderprojekt MEI_eFAIR schreitet voran

Die vollständige Umsetzung der Knotenpunktwegweisung soll bis Sommer 2026 abgeschlossen sein. Insgesamt werden 1.600 Schilderstandorte entlang von etwa 1.222 Kilometern ergänzt, darunter auch über 330 neue Pfosten.

Vorausgegangen war eine öffentliche Ausschreibung zur Verbesserung der Radwegweisung im Landkreis Meißen sowie zur Umsetzung der sogenannten Knotenpunktwegweisung. Am 9. September 2025 wurden Leistungen zur Herstellung der Beschilderung sowie zur Montage an bestehenden Pfosten beziehungsweise die Errichtung neuer Pfosten ausgeschrieben. Die Vergabe wurde in zwei Lose aufgeteilt, um insbesondere kleinen und mittelständischen Unternehmen die Teilnahme zu ermöglichen. Bis zum 25. September 2025 konnten interessierte Firmen ihre Angebote einreichen. Nach formaler und inhaltlicher Prüfung der eingegangenen Angebote stand fest, dass die Firma Ausbau Mügeln GmbH den Zuschlag für beide Lose erhalten hat.

Was ist eine Knotenpunktwegweisung?

Mit der Einführung der Knotenpunktwegweisung verfügt die Region über eine flächendeckende, einheitliche und richtlinienkonforme Radwegweisung, die darüber hinaus Radfahrenden eine ziel- und routenorientierte Orientierung ermöglicht. Die Knotenpunktwegweisung ergänzt hierbei die klassische wegweisende Beschilderung für den Radverkehr, indem wichtige Kreuzungen nummeriert und an diesen Standorten Knotenpunktnummern (sogenannte Knotenpunkthüte), Hinweise zu benachbarten Knoten sowie Übersichtskarten zum Netz angebracht werden. Dies ermöglicht eine bessere Orientierung und erleichtert die Routenplanung nach dem Prinzip „Radeln nach Zahlen“, was neue Möglichkeiten zur individuellen Tourengestaltung eröffnet.

„Knotenpunktwegweisung“ als Teil des Verbundfördervorhabens MEI_eFAIR

Die Einführung der Knotenpunktwegweisung ist ein Bestandteil des Verbundförderprojekts MEI_eFAIR, das auch die Elbfähren im Landkreis Meißen als „schwimmende Radwege“ einbezieht. In diesem Rahmen beschafft die Verkehrsgesellschaft Meißen mbH bis Ende 2026 insgesamt vier Elektrofähren. Die erste Fährstelle mit der Fähre „Klarisse‟ zwischen Niederlommatzsch und Diesbar-Seußlitz wurde im September 2025 in Betrieb genommen. Weitere Maßnahmen des Förderprojekts sind der Ausbau neuer Radwege, darunter der bereits fertiggestellte Grüne Westring in Coswig sowie der sich derzeit in Umsetzung befindliche Golkweg in Diera-Zehren.

Das Kreisentwicklungsamt verantwortet im Rahmen von MEI_eFAIR neben der Knotenpunktwegweisung auch die Einführung der neuen kreisweiten Radroute „August der Starke“, den Bau und Betrieb von neun Dauerzählstationen für den Radverkehr sowie die Auswertung der erfassten Daten. Die Dauerzählstationen wurden im Mai 2024 installiert und liefern seitdem kontinuierlich Verkehrsdaten.


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