Projekt-Update und Workshop für assoziierte Partner und Nutzer des KriKom-Systems
Das Verbundforschungsprojekt KriKom-LK-MEI hat mittlerweile die Mitte der Projektlaufzeit der zweiten Projektphase (Umsetzungsphase) erreicht. Diese Gelegenheit nutzte die Projektleitung für ein Treffen mit allen assoziierten Partnern und Nutzenden des KriKom-Systems. Dabei präsentierte man den aktuellen Projektstand, besprach gemeinsam mit den Teilnehmenden die nächsten Arbeitsschritte und tauschte sich untereinander aus.
Im Rahmen eines Workshops haben die projektbeteiligten Verbundpartner Hasso Plattner Institut (HPI) sowie die h² - Hochschule Magdeburg-Stendal gemeinsam mit den assoziierten Partnern des Verbundprojekts an verschiedenen Arbeitsstationen zentrale Fragen der Krisenvorsorge, unter anderem während eines flächendeckenden und langanhaltenden Stromausfalls, bearbeitet. Der Workshop mit dem Arbeitstitel „Technische Resilienz und Cyber-Sicherheit im Einsatz“ befasste sich im Format eines „World Cafés“ mit den technischen Anforderungen und dem Sicherheitsbewusstsein im Einsatz und Krisenfall. Dabei wurden sowohl die Perspektiven der Einsatzkräfte als auch der Bevölkerung berücksichtigt.
In mehreren Tischrunden diskutierten die Teilnehmenden, wie Kommunikation, Datenaustausch und kritische Systeme auch unter extremen Bedingungen – beispielsweise bei einem langanhaltenden Stromausfall oder bei Cyberangriffen – funktionieren können und wo Wissenslücken im Bereich Cyber-Sicherheit bestehen. Ziel war es, ein gemeinsames Lagebild zu den aktuellen Arbeitsweisen, Abhängigkeiten und Verbesserungsbedarfen zu gewinnen. Im Fokus standen unter anderem Informationsweitergabe und -empfang, Kommunikationsmittel, Schnittstellen sowie Datenquellen als Grundlage für ein an den Nutzenden orientiertes Kommunikationsdesign. Dabei wurden unter anderem die Ressourcen analysiert, die notwendig sind, damit ein Krisenstab trotz eines langanhaltenden Stromausfalls handlungsfähig bleibt.
An einer weiteren Workshop-Station wurden relevante Schlüsselinformationen der Stabsarbeit ermittelt und diskutiert, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten der Krise benötigt werden. In einem vertiefenden Gedankenexperiment wurden konkrete Aufgaben, welche in den ersten 60 Minuten nach einem Stromausfall auftreten, gemeinsam ausgeführt und festgehalten.
Die Ergebnisse fließen in die Entwicklung von Online-Angeboten als Arbeitspaket des KriKom-Gesamtprojekts ein, die sowohl die Bevölkerung als auch das Krisenpersonal besser auf Krisensituationen vorbereiten und resilienter machen sollen. Gleichzeitig tragen die Ergebnisse des Workshops dazu bei, bestehende Stärken und Wechselwirkungen besser erkennen und die Zusammenarbeit im Krisenfall verbessern zu können.
Hintergrund zu Projekt KriKom-LK-MEI:
Das Verbundforschungsprojekt KriKom-LK-MEI erarbeitet komplexe Lösungen, welche im Fall von Krisen und Katastrophen die Sammlung, Generierung und Kommunikation von krisenrelevanten Informationen zwischen kommunalem Katastrophenschutz, Behörden- und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS), Betreibern kritischer Infrastrukturen und der Bevölkerung sicherstellen.