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Aktionswochen gegen häusliche Gewalt beendet

Mitte dieser Woche leuchteten vor dem Filmpalast Riesa 133 Kerzen. Eine Erinnerung an 133 Frauen, die 2022 in Deutschland durch ihren (Ex-)Partner getötet wurden (Femizide). Jeden dritten Tag stirbt eine Frau durch Partnerschaftsgewalt. Die Zahl der Femizide ist im Vergleich zu anderen Straftaten innerhalb der letzten Jahre auch nicht rückläufig.

Den Abschluss bildete ein Kinoabend in Riesa

Vor dem Kino hatten sich Partnerinnen und Partner des Landkreisnetzwerks gegen häusliche und sexualisierte Gewalt sowie Bürgerinnen und Bürger versammelt. Der Aktionsbus, der mit seiner Beschriftung deutlich macht, bei häuslicher Gewalt nicht wegzusehen, sondern zu handeln, brachte Gäste aus Meißen und Umgebung mit einer Sonderfahrt zum Kino.

Im Kino lag auf jedem vierten Sitz ein Zettel: Jede vierte Frau in Deutschland erleidet mindestens einmal in ihrem Leben häusliche Gewalt. 19 Uhr begrüßte die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Meißen Gabriele Fänder alle Gäste im Kino. In ihrem Grußwort machte sie den Anstieg der Straftaten zu häuslicher Gewalt in Sachsen deutlich. Auch im Landkreis Meißen ist die Anzahl polizeilich erfasster Fälle häuslicher Gewalt von 2021 zu 2022 um acht Prozent gestiegen.

Der nach der Begrüßung gezeigte Kinofilm „Nach dem Urteil“ spiegelte auf dramatische Weise eine Familiengeschichte wider, in der das Familiengericht sich über den ausdrücklichen Wunsch des elfjährigen Sohnes hinwegsetzt und dem Vater das Recht auf gemeinsame Zeit mit seinem Sohn zuspricht. Es entfaltet sich ein Drama über Vertrauensverlust, Schuld und Gewalt innerhalb der Familie. Im Nachgang wurde die Möglichkeit zu Austausch und Diskussion genutzt.

Mit dem Abschluss der Aktionswochen gegen häusliche Gewalt hat das Netzwerk gegen häusliche und sexualisierte Gewalt noch einmal ein Zeichen gesetzt, nicht wegzuschauen, sondern zu handeln.


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