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Neubau der Rettungswache Großenhain feierlich eingeweiht

Nun ist die neue Rettungswache in Großenhain auch offiziell eingeweiht und eingesegnet. Von Februar 2024 bis September 2025 ist ein modernes zweigeschossiges Gebäude entstanden, mit dem sich die Arbeitsbedingungen des Rettungsdienstes verbessern.

Auszeichnung von Dr. Ingo Schmieder für rettungsdienstliche Tätigkeit

Im Erdgeschoss befinden sich die Garage mit fünf Stellplätzen, die Waschhalle sowie der Dekontaminationsbereich für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Auch Funktionsräume, wie Medikamentenlager, Logistikraum und Hausanschlussräume, wurden hier eingeordnet. Die Umkleide-, Aufenthalts-, Ruhe- und Verwaltungsräume sowie ein Ausbildungsraum sind im Obergeschoss untergebracht. „Wir wollten ein einladendes, freundliches Arbeitsumfeld schaffen, in dem sich die Beschäftigten wohlfühlen. In Anerkennung für alle, die sich für die anspruchsvolle Tätigkeit im Rettungsdienst entscheiden“, so Landrat Ralf Hänsel.

Bei der Planung der Rettungswache spielten neben Aussehen, Funktionalität und Wirtschaftlichkeit auch Gesichtspunkte des Umwelt- und Klimaschutzes sowie der Energieeffizienz eine wichtige Rolle. Daher kommt eine Luft-Wasser-Wärmepumpenheizung zum Einsatz. Das Gebäude verfügt über eine Lüftung mit Kühlung und eine Fußbodenheizung. Auf dem Gebäude wurde eine Photovoltaik-Anlage errichtet und es ist mit einer Netzersatzanlage ausgestattet.

Der Neubau wurde erforderlich, da die bisherige Rettungswache in der Bobersbergstraße in Großenhain im Hinblick auf den Platzbedarf, die technische Ausstattung und einzuhaltende DIN- und Arbeitsschutznormen modernen Anforderungen nicht mehr gerecht wurde. Der Kreistag Meißen beschloss daher im Dezember 2021 den Bau einer neuen Rettungswache auf einem landkreiseigenen Grundstück in der Hohen Straße.

„Sieben Millionen Euro werden wir am Ende in die neue Rettungswache investiert haben. Ein hoher Betrag, aber gleichwohl gut investiertes Geld, denn die neue Rettungswache Großenhain ist ein weiterer Meilenstein zur Sicherung der hohen Qualität des Rettungsdienstes im Landkreis Meißen. Mit dieser Investition verbessern wir nachhaltig die Gesundheit und die medizinische Versorgung der Menschen in unserer Region“, so Landrat Ralf Hänsel. Die Refinanzierung des Baus erfolgt durch die Kostenträger des Rettungsdienstes (Krankenkassen).  

Die neue Rettungswache wird täglich im 24-Stunden-Dienst betrieben. Mieter und Leistungserbringer ist aktuell der Malteser Rettungsdienst. Zum Versorgungsbereich dieser Rettungswache gehören die Stadt Großenhain sowie die Gemeinden Ebersbach, Lampertswalde, Nünchritz und Priestewitz. Hier leben rund 23.000 Menschen auf rund 200 Quadratkilometer Fläche, um die sich die rund 39 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Malteser Hilfsdienstes e. V. kümmern, wenn schnelle Hilfe für Verletzte oder Erkrankte erforderlich ist. Dazu stehen ihnen zwei Krankentransportwagen, zwei Rettungswagen, ein Noteinsatzfahrzeug und drei Reservefahrzeuge zur Verfügung.

Der Landkreis Meißen als Träger des Rettungsdienstes hat zur Erfüllung dieser Aufgabe und in Umsetzung des Bereichsplans Rettungsdienst derzeit neun Rettungswachen mit acht Außenstellen in Betrieb. Zuletzt wurden neue Rettungswachen in Thiendorf, Moritzburg, Lommatzsch und Riesa fertiggestellt. „Und damit sind wir noch nicht am Ende. In den nächsten Jahren werden drei weitere Rettungswachen entstehen: in Ebersbach, Priestewitz und Klipphausen. Zudem planen wir die Erweiterung der Vorhaltezeiten in vorhandenen Wachen“, erläuterte Landrat Ralf Hänsel.

Michael Höhne, Leiter des Rettungsdienstes des Malteser Hilfsdienstes e. V., dankte in seinem Grußwort für die kurze Bauphase und das entstandene durchdachte Gebäude, das er auch als Wertschätzung für die Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sieht. Seit der Inbetriebnahme der Rettungswache im Dezember 2025 haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das Gebäude erprobt und für die Arbeit vorbereitet – nun ist ein konzentriertes und effizientes Arbeiten möglich. Im Anschluss daran segnete Diakon Patrick Spiegel das Gebäude ein.

Bevor bei einem Rundgang das Gebäude besichtigt werden konnte, nahm Landrat Ralf Hänsel noch eine Ehrung vor: Er dankte Dr. Ingo Schmieder für seine mehr als 25-jährige rettungsdienstliche Tätigkeit und verlieh ihm im Namen des Sächsischen Staatsministers für Inneres das Helfer-Ehrenzeichen des Freistaates Sachsen in Silber.


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