Aviäre Influenza (Geflügelpest)
Aktuelle Meldungen
Sperrbezirke auf einen Blick
Aktuelle Restriktionszonen von Tierseuchen
Allgemeinverfügungen
des Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt des Landkreises Meißen (LÜVA) vom 10. November 2025
Tierseuchenrechtliche Allgemeinverfügung Nr. 1/2025 - Festlegung der Schutz- und Überwachungszone
Ein Antrag zur Ausnahmegenehmigung von Verbringungsverboten aus der Schutz- und Überwachungszone kann beim Lebensmittelüberwchungs- und Veterinäramt des Landkreises Meißen (lueva@kreis-meissen.de) gestellt werden.
Vorbeugende Maßnahmen
- Minimierung von direkten und indirekten Kontaktmöglichkeiten zwischen Geflügel und wilden Wasservögeln und natürlichen Gewässern (zum Beispiel Abdecken von Feuerlöschteichen auf dem Betriebsgelände)
- Vermeidung des direkten Kontakts von Personen und Haustieren zu toten oder kranken Wildvögeln
- Einschränkung der Jagd auf Wasserwild in betroffenen Gebieten, um etwaig infizierte Tiere nicht aufzuscheuchen
- Jäger und Personen, die mit Wildvögeln in Kontakt gekommen sind, sollten Ställe, in denen sich Geflügel befindet, in den folgenden 48 Stunden nicht betreten
- Konsequente Umsetzung der Biosicherheitsmaßnahmen in Geflügelhaltungen, zoologischen Gärten, Tierparks und -heimen entsprechend der Geflügelpest-Schutzverordnung
- Erhöhte Wachsamkeit für ein schnelles Erkennen von Verdachtsfällen bei Geflügel und unverzügliche Einleitung der diagnostischen Abklärung hinsichtlich HPAIV (hochpathogenes aviäres Influenzavirus)
- Tote Vögel sollten unverzüglich eingesammelt und stichprobenartig auf das Vorkommen von Influenza-A Infektionen in den Landesuntersuchungsämtern untersucht und anschließend sicher entsorgt werden, um eine Umweltkontamination beziehungsweise eine Übertragung auf aasfressende Vögel zu vermeiden. Bei der stichprobenartigen Untersuchung sollte in jedem Fall von jeder Vogelart mindestens ein Tupfer pro Gebiet genommen werden. Totfunde sollten nach Art, Alter und Ort ihres Fundes dokumentiert werden.
- Merkblatt "Nutzgeflügel schützen"
- Merkblatt "Schutzmaßnahmen gegen die Geflügelpest in Kleinhaltungen"
Hinweise für Jagdausübungsberechtigte
Passives Monitoring bei Wildvögeln
Das passive Monitoring hat zum Zweck, tote Wildvögel bestimmter Arten, die nicht im Rahmen der waidgerechten Jagdausübung erlegt wurden, virologisch auf das Vorliegen von aviären Influenza A Viren zu untersuchen.
Für das passive Monitoring geeignete Arten von Wildvögeln:
| Gruppe | Art |
|---|---|
| Wildgänse | Kanada-, Grau-, Saat-, Kurzschnabel-, Zwerg-, Ringel-, Rothals-, Blässgans |
| Wildenten | Stock-, Krick-, Knäk-, Kolben-, Reiher-, Schnatter-, Tafel-, Pfeif-, Spieß-, Löffelente, Zwergsäger |
| Schwäne | Sing-, Höcker-, Zwergschwan |
| Greifvögel/Eulen | Mäusebussard, Turmfalke, Wanderfalke, Habicht, Sperber, Uhu, Rotmilan, Schwarzmilan, Rohrweihe |
| sonstige Vogelarten | Kormoran, Graureiher, Weißstorch, Blässhuhn, Uferschnepfe, Lachmöwe |
Erforderliche Angaben auf dem leserlich ausgefüllten und vor Verunreinigungen geschützten Probenbegleitschein:
- Grund der Einsendung: Passives Wildvogelmonitoring
- Einsender (Adresse)
- Funddatum
- Fundort (genaue Beschreibung, gegebenenfalls GPS-Daten)
- Wildvogelart und Zustand des Wildvogels (zum Beispiel frisch tot, beginnende Autolyse, Tierfraß)
Wildvögel, die sich bereits in fortgeschrittener Verwesung/Autolyse befinden, sind für die virologische Untersuchung auf HPAIV ungeeignet.
Die Tierkörper sind - auslaufsicher verpackt - dem Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt (LÜVA) Meißen zuzuleiten.
Aktives Monitoring bei Wildvögeln
Das aktive Wildvogelmonitoring hat zum Zweck, Wildvögel bestimmter Arten, die im Rahmen der waidgerechten Jagdausübung erlegt wurden, virologisch auf das Vorliegen von aviären Influenza A Viren zu untersuchen.
| Wildvogelart | Juli | August | September | Oktober | November | Dezember | Januar | Februar |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stockente | X | X | O | O | O | O | O bis 15. | X |
| Pfeif-, Spieß-, Berg-, Reiher-, Tafel-, Samt- und Trauerente | X | X | X | O | O | O | O bis 15. | X |
| Höckerschwan | X | X | X | X | O | O | O | O bis 20. |
| Graugans | X | O | O | O | O | O | X | |
| Bläss-, Saat-, Ringel- und Kanadagans | X | X | X | X | O | O | O bis 15. | X |
| Nilgans | X | O | O | O | O | O | O | X |
Schonzeit: X
Jagdzeit: O
Quelle: http://www.wald.sachsen.de/jagdrecht-4612.html
Den Jagdausübungsberechtigen werden vom Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt Meißen für die Entnahme von Proben kombinierte Rachen- und Kloakentupfer zur Verfügung gestellt.
Die Jagdausübungsberechtigen entnehmen von den erlegten Wildvögeln kombinierte Rachen- und Kloakentupferproben.
Erforderliche Angaben auf dem leserlich ausgefüllten und vor Verunreinigungen geschützten Probenbegleitschein:
- Grund der Einsendung: Aktives Wildvogelmonitoring
- Einsender (Adresse)
- Probenentnahmedatum
- Erlegungsort (genaue Beschreibung, gegebenenfalls GPS-Daten)
- Wildvogelart
Die Tupferproben sind - sachgerecht verpackt - dem Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt (LÜVA) Meißen zuzuleiten.
- PDF-Datei: PDF, 9 kB
Links
- Aviäre Influenza (Geflügelpest) auf www.tiergesundheit.sachsen.de
- Friedrich-Löffler-Institut (FLI): Aktuelles Tierseuchengeschehen, Risikoeinschätzung, Handlungshinweise, Basisinformationen
Rechtsgrundlagen
> Alle wichtigen Informationen zu den aktuellen Rechtsgrundlagen entnehmen Sie bitte den beiden oben stehenden, aktuellen Allgemeinverfügungen!