Aktuelle Informationen zum Brand in der Gohrischheide
Seit Dienstag, 1. Juli 2025 brennt es in der Gohrischheide. Derzeit wird von einer vom Brand betroffenen Fläche von etwa 2.100 Hektar ausgegangen. Aktuell befinden sich etwa 665 Kräfte von der Freiwilligen Feuerwehr, dem Technischen Hilfswerk, der Bundeswehr, der Polizei und anderen Organisationen in den fünf Einsatzabschnitten im Einsatz.
Es gibt es folgende neue Informationen (Stand: 07.07.2025, 08:00 Uhr):
Die Einsatztaktik zur Brandbekämpfung wurde geändert: Das Feuer soll nun bis auf wenige Meter an festgelegte Grenzen heran brennen. So wird dem Feuer die Nahrung weggenommen und dadurch langfristigere Löscherfolge erzielt. Die Nacht verlief weitestgehend ruhig ohne signifikanten Lageveränderungen in den einzelnen Einsatzabschnitten.
Nördlich der Ortschaft Jacobsthal dauern die Löschmaßnahmen weiter an. Die Brandherde östlich und westlich der Bahnstrecke stellen nun eine Feuerfront dar. Die Wohnbebauung ist weiterhin gesichert. Es erfolgen weiterhin Streifenfahrten.
Bei dem Waldbrand im Gebiet der Kaserne Zeithain wurden durch Bergepanzer der Bundeswehr Wundstreifen (Waldbrandschutzstreifen) gezogen, welche bereits Wirkung zeigen. Der dortige Brandherd soll kontrolliert ausbrennen. Die verbleibenden Glutnester werden mittels Löschhubschraubereinsatzes gelöscht.
Im Einsatzabschnitt Heidehäuser ist die Lage dynamisch. Die Wohnbebauung wird weiterhin durch die Kreisregnerstrecke, bodengebundene Einsatzkräfte und die Befahrung mit Tanklöschfahrzeugen gesichert.
Im Einsatzabschnitt Nieska ist die Lage ruhig. Brandbekämpfung an der Staatsstraße 89. Hier werden die Glutnester weiterhin bekämpft.
Für den heutigen Tag (07.07.2025) ist der Einsatz von gepanzerter Löschtechnik, eines Löschhubschraubers der Bundeswehr, zwei Luftkoordinatoren aus Brandenburg und ein Wasserwerfer der Landespolizei geplant. Ebenso werden die unbemannten Löschroboter aus Brandenburg weiter eingesetzt.
Rückblick:
Der Kreisbrandmeister hat am späten Mittwochabend, 2. Juli 2025, die Einsatzleitung zum Brand in der Gohrischheide von der Gemeinde Zeithain übernommen. Nach Ausrufung des Katastrophenalarms am Donnerstag, 3. Juli 2025 um 10:00 Uhr für Gröditz, Zeithain und Wülknitz arbeitet der Verwaltungsstab des Landkreises Meißen rund um die Uhr. Zu ihm gehören auch ein Verbindungsbeamter der Polizei, eine Fachberaterin der Bundeswehr und ein Verbindungsbeamter der Landesdirektion Sachsen.
Aus Sicherheitsgründen wurde am Mittwochabend, 2. Juli 2025, der Ortsteil Heidehäuser evakuiert. Zwischenzeitlich wurde auch die Ortschaft Neudorf evakuiert. Die Evakuierung wurde am Donnerstag, 3. Juli 2025 wieder aufgehoben. Seit Freitagabend, 4. Juli 2025, wurde ebenfalls aus Sicherheitsgründen der Ortsteil Jacobsthal Bahnhof (Gemeinde Zeithain) evakuiert. Die Evakuierungen der beiden Ortschaften dauern an.
Die Brandherde befinden sich in der Nähe von Jacobsthal, Neudorf (Gemeinde Zeithain), Heidehäuser, Lichtensee (Gemeinde Wülknitz) und Nieska (Ortsteil der Stadt Gröditz). Auch Brandenburg ist betroffen.
Falschmeldung:
Aktuell kursieren in den Medien Falschmeldungen über Angebote für Helferinnen und Helfer, welche sich beim Landratsamt Meißen melden können und auch über den Landkreis Meißen versichert sind. Diese Meldungen wurden nicht vom Landkreis Meißen veröffentlicht und besitzen keine Gültigkeit. Bitte sehen Sie von diesen Angeboten ab.
Bürgertelefon:
Der Landkreis Meißen hat ein Bürgertelefon eingerichtet, welches unter Telefon 03521 725-7251 bis auf Weiteres täglich von 8:00 bis 20:00 Uhr erreichbar ist.
Spenden:
Die Gemeinde Zeithain nimmt Geldspenden an. Alle weiteren Informationen unter: Geldspenden für den Waldbrand Gohrischheide 2025.
Für die betroffenen Einwohnerinnen und Einwohner gelten folgende Handlungsempfehlungen:
- Folgen Sie den Anweisungen der Einsatzkräfte.
- Wählen Sie nur in Notfällen den Notruf 110 (Polizei) und 112 (Feuerwehr).
- Bereiten Sie sich auf eine Evakuierung vor.
- Nehmen Sie nur das Notwendigste mit, insbesondere Ausweise und Bargeld.
- Schließen Sie Fenster und Türen und schalten Sie Lüftungen und Klimaanlagen ab.
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© Technisches Hilfswerk, Ralf Mancke
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© Technisches Hilfswerk, Denis Etzold
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© Technisches Hilfswerk, Kai Uwe Wärner