Waldbrand in der Gohrischheide im Landkreis Meißen - Aufhebung des Katastrophenalarms
Am heutigen Tag, 9. Juli 2025, wird um 15:00 Uhr der seit Donnerstag, 3. Juli 2025 um 10:00 Uhr bestehende Katastrophenalarm für die Stadt Gröditz sowie die Gemeinden Zeithain und Wülknitz aufgehoben.
Dank der kontinuierlichen Arbeit der Einsatzkräfte und aller weiteren Beteiligten in der vergangenen Woche konnten die Brandherde und zum Teil auch die Glutnester auf der von 2.400 Hektar vom Brand betroffenen Fläche der Gohrischheide erfolgreich bekämpft werden.
Landrat Hänsel sagte dazu: „Ich bin sehr erleichtert, dass wir das für mich in seinem Ausmaß vorher kaum vorstellbare Brandgeschehen nunmehr unter Kontrolle bringen konnten und den Katastrophenalarm aufheben können. Ich habe mit den Anwohnerinnen und Anwohnern um ihr Eigentum wie ihr Haus und auch ihre Tiere gebangt und bin froh, dass wir gemeinsam einen Übergriff auf Wohn- und andere Bebauungen verhindern konnten. Glücklich bin ich, dass wir keine Menschenopfer beklagen müssen. Meine Genesungswünsche gehen an die drei verletzten Kameraden der Feuerwehr. Mein großer Dank gilt allen Einsatzkräften des THW, der Bundeswehr, Bundes- als auch Landespolizei, der Freiwilligen und hauptamtlichen Feuerwehren aus unserem Landkreis, den Nachbarkreisen und anderen Bundesländern, den Rettungs- und Versorgungskräften des DRK, den persönlich und mit Technik helfenden Landwirten und weiteren privaten Firmen und den zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, welche die Einsatzkräfte in allen Belangen vor Ort unterstützt haben. Mein Dank geht zudem an die uns unterstützenden Beschäftigten des Sächsischen Staatsministeriums des Innern und der Landesdirektion Sachsen und die Angehörigen des Verwaltungsstabes und der Technischen Einsatzleitung mit Kreisbrandmeister Thomas Fischer und seinen Vertretern an der Spitze. Sie alle haben sich Tag und Nacht und oft bis zur Erschöpfung eingebracht, um dieses verheerende Brandereignis schnellstmöglich zu bannen. Nicht vergessen möchte ich an dieser Stelle auch die Familien der Einsatzkräfte und die Arbeitgeber, welche den ehrenamtlich Tätigen während der Katastrophe den Rücken frei gehalten haben. Der Bevölkerung danke ich abschließend für die Geduld und das Verständnis für die durchgeführten Maßnahmen. Der Einsatz ist für mich ein starkes Zeichen für den Zusammenhalt in der Bevölkerung.“
Aufgrund der stabilen Lage im Einsatzgebiet wurde begonnen, die aufgebaute Infrastruktur zur Brandbekämpfung teilweise wieder zurückzubauen. Die weiterführenden Sicherungsmaßnahmen im Einsatzgebiet werden mit Ende des Katastrophenalarms wieder durch die betreffenden Gemeinden Zeithain, Wülknitz und der Stadt Gröditz koordiniert und bewältigt. In den bisher betroffenen Gebieten in der Nähe von Jacobsthal, Neudorf (Gemeinde Zeithain), Heidehäuser, Lichtensee (Gemeinde Wülknitz) und Nieska (Ortsteil der Stadt Gröditz) besteht aktuell aber keine akute Gefährdung mehr. Dabei kann es primär wegen der Durchführung von Restlöscharbeiten noch zu örtlichen Einschränkungen kommen. Das geschaltete Bürgertelefon wird mit Ende des Katastrophenalarms eingestellt.