Turbo fürs Netz: Landesdirektion Sachsen genehmigt 57,8 Millionen Euro für Glasfaserausbau im Landkreis Meißen
Die Landesdirektion Sachsen hat rund 57,8 Millionen Euro Fördergelder für den Ausbau der digitalen Infrastruktur im Landkreis Meißen genehmigt. »Schnelles Internet ist heute keine Kür mehr, sondern genauso unverzichtbar wie Straßen, Schienen oder Stromleitungen. Mit der Förderung zünden wir im Landkreis Meißen den Glasfaser-Turbo und schaffen die Grundlage dafür, dass Arbeiten, Lernen und Leben digital auf Zukunftskurs bleiben«, so LDS-Präsident Béla Bélafi.
Künftig werden im Ausbaugebiet zuverlässig Bandbreiten von mindestens 1 Gigabit pro Sekunde zur Verfügung stehen. Davon profitieren insgesamt 7.907 Adresspunkte, darunter 6.996 Haushalte sowie 911 Einrichtungen wie Schulen, Unternehmen, Behörden oder medizinische Versorgungseinrichtungen.
»Wir freuen uns sehr über diese Fördermittel zum Breitbandausbau. Denn schnelles Internet ist heutzutage ein wesentlicher Teil der Grundversorgung. Der weitere Ausbau des Netzes trägt dazu bei, dass der Landkreis Meißen sich als lebenswerter Wirtschafts- und Bildungsstandort weiter so gut entwickeln kann«, so Landrat Ralf Hänsel.
Die Gesamtkosten des Vorhabens belaufen sich auf rund 115,6 Millionen Euro. Neben den Landesmitteln erhält der Landkreis Meißen Fördermittel des Bundes in gleicher Höhe. Das Projekt soll spätestens 2028 abgeschlossen sein.
Im Rahmen der Maßnahme werden rund 687 Kilometer Tiefbauleistungen umgesetzt. Zudem entstehen 4.067 Kilometer neue Glasfaserkabel sowie 1.467 Kilometer Leerrohre. Zum Einsatz kommt die moderne Glasfasertechnologie »Fiber to the Building« (FTTB). Dabei wird die Glasfaserleitung direkt bis in die Gebäude verlegt. So entsteht eine leistungsfähige und langfristig stabile digitale Infrastruktur.
Hintergrund der Förderung
Grundlage der Förderung ist die Richtlinie Digitale Offensive Sachsen 2022 (RL DiOS 2022). Unterstützt wird der Ausbau leistungsfähiger digitaler Infrastrukturen insbesondere in Gebieten, in denen ein eigenwirtschaftlicher Ausbau durch Telekommunikationsunternehmen nicht wirtschaftlich möglich ist und ein sogenanntes Marktversagen festgestellt wurde.
Die Richtlinie dient der gemeinsamen Finanzierung zur Schließung sogenannter »Grauer Flecken«. Diese liegen vor, wenn aktuell weniger als 100 Mbit/s verfügbar sind und innerhalb der kommenden drei Jahre kein eigenwirtschaftlicher Ausbau angekündigt ist.
Der Freistaat Sachsen kofinanziert dabei die Förderprogramme des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS). Ziel ist es, die Breitbandversorgung insbesondere in bislang unterversorgten Regionen nachhaltig zu verbessern und die digitale Teilhabe für Bürger und Unternehmen zu stärken.
Pressemitteilung der Landesdirektion Sachsen