Bau der Knotenpunktwegweisung für den Radverkehr im Landkreis Meißen schreitet voran
In einigen Kommunen sieht man bereits neue, noch nicht bestückte, Verkehrspfosten – hier wird in den nächsten Wochen die „Knotenpunktwegweisung“ für den Radverkehr montiert. Was verbirgt sich dahinter?
Was ist eine Knotenpunktwegweisung?
Mit der Einführung der Knotenpunktwegweisung verfügt die Region erstmals über eine flächendeckende, einheitliche und richtlinienkonforme Radwegweisung, die Radfahrenden eine ziel- und routenorientierte Orientierung ermöglicht. Die Knotenpunktwegweisung ergänzt die klassische wegweisende Beschilderung für den Radverkehr, indem wichtige Kreuzungen nummeriert und an diesen Standorten Knotenpunktnummern (sogenannte Knotenpunkthüte), Hinweise zu benachbarten Knoten sowie Übersichtskarten zum Netz angebracht werden. Dies ermöglicht eine bessere Orientierung und erleichtert die Routenplanung nach dem Prinzip „Radeln nach Zahlen“, das somit eine neue Möglichkeit zur individuellen Tourengestaltung eröffnet.
Aktueller Baufortschritt
Mit Beginn des Jahres 2026 startete die Umsetzung der Knotenpunktwegweisung für den Radverkehr im Landkreis Meißen. In den Wintermonaten traf die beauftragte Firma Ausbau Mügeln GmbH alle Vorbereitungen für die konkrete Umsetzung: Dazu gehörten die Bestellung der Materialien, das Setzen der Schilderinhalte in einem Grafikprogramm und der anschließende Druck sowie die Einsatzplanung der Bau- und Montagetrupps.
Seit Mai sind die Monteure der Firma im Landkreis unterwegs und errichten die neuen Verkehrspfosten. Im Juni werden die Wegweiser montiert. Die Arbeiten werden dabei abschnittsweise, nach Gemeinden geordnet und wetterabhängig durchgeführt. Die vollständige Umsetzung der Knotenpunktwegweisung soll im Sommer dieses Jahres abgeschlossen sein. Insgesamt werden 1.600 Schilderstandorte entlang von etwa 1.222 Kilometern ergänzt, darunter über 330 neue Pfosten.
Auswertung der neun Dauerzählstellen für den Radverkehr
Weitere Bestandteile des Projekts sind der Bau und die Auswertung der neun Dauerzählstellen für den Radverkehr. Diese Geräte zählen Radfahrende richtungsgenau und zeitpunktbezogen. Die Geräte wurden bereits im Mai 2024 installiert und liefern seitdem kontinuierlich Verkehrsdaten. Im April erfolgte die Vergabe der Auswertungsleistung. Die beauftragte Firma ISUP Ingenieurbüro für Systemberatung und Planung GmbH wird bis September die neun Zählstellen über die vergangenen 2,5 Jahre auswerten sowie eine Auswertungsvorlage für den Landkreis Meißen erarbeiten. Ziel ist es, auch über das Projekt MEI_eFAIR hinaus die Auswertung der Dauerzählstellen jährlich zu veröffentlichen.
„Knotenpunktwegweisung" und Dauerzählstellen als Teil des Verbundfördervorhabens MEI_eFAIR
Die Einführung der Knotenpunktwegweisung sowie der Bau und die Auswertung der Dauerzählstationen sind Bestandteil des Verbundförderprojekts MEI_eFAIR, welches die Elbfähren im Landkreis Meißen als „schwimmende Radwege" einbezieht. Dabei beschafft die Verkehrsgesellschaft Meißen mbH bis Ende 2026 insgesamt vier Elektrofähren.
Das Kreisentwicklungsamt koordiniert im Rahmen von MEI_eFAIR die Knotenpunktwegweisung, die neue kreisweite Radroute „August der Starke“ sowie den Bau und den Betrieb von neun Dauerzählstationen und setzt damit die in der Kreisradverkehrskonzeption verankerten radtouristischen Maßnahmen um.