Verbundprojekt KriKom-LK-MEI und KomRe AG auf der KRIFA in Münster
Die Sicherstellung der Kommunikations- und Energieinfrastruktur im Katastrophenfall stand im Fokus des Auftritts des Verbundprojekts KriKom-LK-MEI (Krisenkommunikation im Landkreis Meißen) und seines Verbundpartners KomRe AG auf der diesjährigen „KRIFA – Fachkongress und Ausstellung für Sicherheit und Krisenvorsorge“ im Messe und Congress Centrum Halle Münsterland.
Partner präsentieren praxiserprobte Lösungen für sichere Kommunikation in der Krise
Vergangene Woche nutzte das Projektteam die zweitägige Veranstaltung in Münster, um innovative Konzepte für ein autarkes, integratives Krisenkommunikationssystem vorzustellen. So konnten sich Fachexperten, aber auch Entscheider aus dem Bevölkerungsschutz sowie Betreiber kritischer Infrastrukturen (KRITIS) dazu informieren und auf den neuesten Stand bringen lassen – dabei unter anderem Nicolas Hefner (THW Landesbeauftragter Nordrhein-Westfalen (NRW)), Detlev Schürmann (Kriminologe und Polizeiwissenschaftler (M. A.), Universität der Bundeswehr München, Leitung Fachforum Kriminalprävention) und Dipl.-Ing. Thomas H A Schneider (Mitglied des Bundesvorstands der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP), Landesbereich III/NRW).
Ein wesentlicher Schwerpunkt der Präsentation lag auf der Bewältigung von flächendeckenden Strom- und Netzausfällen. Das KriKom-Projekt des Landkreises Meißen und die KomRe AG zeigten praxistaugliche Lösungsansätze für die Verknüpfung moderner Kommunikations- und Warnkanäle. Dazu gehören redundante Datenfunknetze als Rückfallebene und mobile Logistik- und Notstromkonzepte, wie zum Beispiel intelligente multifunktionale Sirenenstandorte und digitale schwarze Bretter.
Ein funktionierender, durchgehender Informationsfluss zwischen Behörden, Einsatzkräften und der Bevölkerung ist im Krisenfall lebenswichtig. Auch die KRIFA hat als Fachkongress gezeigt, wie hoch der Bedarf an übertragbaren und ausfallsicheren Systemen in der Praxis ist. Der Austausch auf dem Kongress bot dabei wertvolle Impulse für die laufende Test- und Umsetzungsphase im Landkreis Meißen sowie für den Wissenstransfer in weitere Kommunen und Regionen.
Wer selbst einmal Experte oder Expertin für Bevölkerungsschutz und Kommunikation in Krisensituationen werden möchte, ist herzlich eingeladen, am 26. September 2026 den 2. BEVÖLKERUNGSSCHUTZTAG am Zentrum für Brand- und Katastrophenschutz in Glaubitz zu besuchen. Alle Informationen zur Veranstaltung finden Interessierte unter: https://krikom-lkm.de/.
Hintergrund zum Projekt
Das vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) geförderte Verbundprojekt KriKom-LK-MEI entwickelt ein ausfallsicheres, von herkömmlichen Netzen unabhängiges Datenfunknetz für den Katastrophenschutz im Landkreis Meißen. Ziel ist es, die direkte Kommunikation zwischen allen Akteuren und der Bevölkerung auch bei extremen Schadenslagen und Stromausfällen über intelligente Sirenenstandorte, digitale schwarze Bretter und mobile Katastrophenschutz-Leuchttürme dauerhaft sicherzustellen.
Über die KomRe AG
Die KomRe AG ist als Verbundpartner im Projekt KriKom-LK-MEI auf krisenfeste Kommunikationslösungen, Notstromkonzepte und Datenfunknetze für Kommunen sowie KRITIS-Betreiber spezialisiert.