Von Landwirtschaft über Satellitentechnologie bis zur Wasserstofftankstelle
Anfang Oktober weilte eine Delegation des Landkreises Meißen im Rems-Murr-Kreis in Baden-Württemberg. Anlass des diesjährigen Treffens der beiden Partnerlandkreise war der Besuch des Landwirtschaftlichen Hauptfestes auf dem Cannstatter Wasen in Stuttgart – Süddeutschlands größter Fachmesse für Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft. Dort präsentierten sich die Region Rems-Murr und die Region „MEISSNER LAND“ erstmals überregional auf einem Gemeinschaftsstand.
Partnerschaftstreffen im Rems-Murr-Kreis
Der Delegation aus dem Landkreis Meißen gehörten Kreisrätinnen und Kreisräte, der Vorsitzende des Partnerschaftsvereins Landkreis Meißen e. V. (Albrecht Hellfritzsch), die Erste Beigeordnete Janet Steinbach-Putz sowie Mitarbeitende der Verwaltung an. Sie trafen in diesem Jahr jedoch nicht nur auf Vertreterinnen und Vertreter aus dem Rems-Murr-Kreis. Auch aus dem französischen Département Jura sowie von der Universität Pécs aus Ungarn waren Gäste zum europäischen Austausch vor Ort.
Im kommunalpolitischen Austausch im Landratsamt in Waiblingen ging es denn auch um Themen, die Kommunen und Landkreise in ganz Europa gleichermaßen beschäftigen. Vorgestellt und diskutiert wurden die Haushaltskonsolidierung im Rems-Murr-Kreis, die Verwaltungsdigitalisierung sowie der Neubau der Integrierten Leitstelle. Dabei wurde deutlich: Steigende Aufgaben und Kosten, begrenzte finanzielle Mittel, Fachkräftemangel, Erwartungen an digitale Verwaltungsangebote sowie der Bevölkerungsschutz sind Herausforderungen, die weit über regionale und nationale Grenzen hinausreichen.
So berichtete Pascal Dölle, Kreisbrandmeister des Rems-Murr-Kreises, über den derzeit laufenden Neubau der Integrierten Leitstelle und den gelungenen Erfahrungsaustausch im Landkreis Meißen. Denn im April dieses Jahres hatte Landrat Ralf Hänsel zusammen mit Kreisbrandmeister Thomas Fischer Vertreter aus dem Rems-Murr-Kreis im neuen Zentrum für Brand- und Katastrophenschutz des Landkreises Meißen begrüßt. Dr. Richard Sigel, Landrat des Rems-Murr-Kreises, bedankte sich an dieser Stelle für die persönlichen Eindrücke bei der damaligen Vor-Ort-Besichtigung in Glaubitz.
Ein Besuchspunkt war die Fahrt mit einem Brennstoffzellenbus und die damit verbundene Besichtigung des Projekts „Hy.Waiblingen“ – die Wasserstofftankstelle. In Waiblingen soll ein grünes, regionales Wasserstoffökosystem auf Basis von lokal erzeugtem Strom aus erneuerbaren Energien entstehen. Weitere Höhepunkte des dreitägigen Besuchs stellten eine Führung durch den DeSK-Showroom (Deutsches Zentrum für Satelliten-Kommunikation e. V.) und der anschließende Unternehmensbesuch bei TESAT-Spacecom in Backnang dar.